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Ein Besuch im Pornokino

6
Jul
2009

Die Beulenpest-Spanner

Wenn mich eines im Pornokino wirklich nervt, dann sind es die Spanner, obwohl, das stimmt nicht ganz, die verschämten, zurückhaltenden Spanner sind mir egal. Dann gibt es aber die offensichtlichen Spanner, die nicht nur gucken, sondern regelrecht glotzen, sich teilweise bis zum Hosenstall runterbeugen, um sicher zu gehen, dass sie auch ja nichts verpassen. Die dritte und ätzendste Kategorie sind die Stalker-Spanner, die einem auf Schritt und Tritt folgen, sich immer in der Nähe aufhalten, die völlig schmerzfrei sind, wenn man ihnen deutlich macht, sie sollen sich verziehen. Die sind wie die Pest, kleben an einem und sind unerträglich. Denen würde ich am liebsten die Eier abschneiden, rein metaphorisch natürlich. Allen gemeinsam ist, dass sie sich alle dabei nicht selbst befriedigen, aber warum gucken sie dann, wenn nicht aus sexueller Erregung? Das lässt nur den Schluss zu, dass sie impotent sind und unbedingt mal sehen wollen, wie so ein erigierter Schwanz aussieht. So einen hatte ich gestern, bis ich nach zwei Stunden Odyssee durchs Pornokino entnervt die Flucht ergriff. Sonntags bin ich eigentlich nie im Kino und ich war der Meinung, am Nachmittag, bei wunderschönem Wetter, hätte ich das Kino für mich alleine. Fehlanzeige. Da ging es zu, wie in einem Taubenschlag. Und was mich noch am Spanner nervt, ist dieses ewige Herumgerenne. Sollen sie sich bitte irgendwo hinsetzen und das kineastische Meisterwerk bestaunen. Irgendwie ziehe ich solche Stalker-Spanner an. Ich kämpfe ständig mit ihnen, dabei gab es genug anderer Zuschauer, die recht freizügig agierten. Mein persönliches Problem ist, dass ich nicht in Stimmung komme, wenn ich mich belästigt fühle. Sex ist eben doch auch ganz entscheidend eine Kopfsache. Wenn ich erstmal in Stimmung bin, können sie soviel gucken und stauenen, wie sie wollen, das ist mir egal, aber die Zeit lassen sie einem nicht. Schade.

10
Jun
2009

Gang-Bang-Party

Vor ein paar Tagen erfuhr ich von einer Gang-Bang-Party im Rahmen einer "Klappe 69" Reportage von Happyweekend. Jeder kann teilnehmen, gegen eine Gebühr von freundlichen 20 Euro. Mann sollte nur über Dinge reden, mit denen man sich auskennt, dachte ich, und eine Gang-Bang-Party gehörte eindeutig zu den grauen Flecken meiner Liebeslebenlandschaft. Ich bereitete mich vor, stellte mich mental darauf ein, zwischen Hoffen und Bangen, was einen dort erwartet und kümmerte mich um die logistische Vorbereitung, da der Veranstalltungsort nicht vor der Haustüre liegt. Dann der Schock: Gestern fand ich Karten für die Lesung eines von mir sehr geschätzten und sich äußerst rar machenden Autors, die völlig in Vergessenheit geraten waren. Natürlich am gleichen Tag. Und nun die gewisse Gewissensfrage: Tue ich etwas zur Erbauung meines Geists und meiner Seele oder sorge ich für körperliche Befriedigung? Bin ratlos.

4
Mai
2009

Der Po im Pornokino

Gestern war ich im Pornokino. Das Kino besteht aus mehreren Leinwänden. Vor jeder Leinwand befinden sich vier oder fünf Sesselreihen. In einem Saal gab es zusätzlich an der Rückwand noch eine Reihe Bänke. Es war noch früh und das Kino schwach besucht. Zwei ältere Herren saßen in den Sesseln. Ich setzte mich auf die Rückbank und zündete mir eine Zigarette an. Interessiert starrte ich auf die Leinwand, taxierte das junge Fleisch der Darsteller. Ich öffnete den Reißverschluß meiner Hose und griff hinein, ins warme Reich. Ich war nicht gerade sehr erregt und konzentrierte mich auf den Film. Langsam spürte ich die Veränderung in meiner Hose. Die beiden Opas blieben regungslos. Vielleicht waren sie schon eingeschlafen. Nach einer Weile tauchete ein junger Mann auf und stellte sich etwa einen Meter neben mich. Ich konnte nur erahnen, dass er dabei war, sich einen runterzuholen. Genau sehen konnte ich es nicht, denn ich wurde von einem Monitor geblendet. Mein Herz schlug schneller. Ich versuchte langsam und tief durchzuatmen, um meine Aufregung zu unterdrücken. Dann ging er einen Schritt vor und ich sah, dass er die Hose runtergelassen hatte. Er zog seinen Pullover ein Stück hoch und zeigte mir seinen Hintern. Ich starrte ihn an. Wow! Wirklich ein toller Po, dachte ich. Ein paar Mal drehte er sich zu mir um, aber ich hatte meine Hand noch immer in der Hose und war zu aufgeregt, mich auch zu entblättern. Irgendwann wurde es ihm anscheinend zu blöd: Er zog seine Hose hoch und verschwand. Schade, dachte ich. Ich stehe zwar nicht auf Männer, aber der Anblick seines Pos und die Vorstellung direkt vor mir würde sich jemand befriedigen, erregten mich. Gleich werde ich wieder ins Pornokino gehen und hoffen, ihn wiederzusehen.
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